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Mai 29, 2017

UBZ-Schüler im Waiblingener Staufer-Gymnasium zu Besuch


10 Tage verbrachten 21 SchülerInnen des Ungarndeutschen Bildungszentrums mit zwei Lehrerinnen vom 8. bis zum 18. Mai 2017 in einer der Partnerstädte von Baja, in Waiblingen. Von deutscher Seite waren Frau Angelika Mohilo und Herr Mark Wolf, von ungarischer Seite Frau Edina Füstös Schäffer und Frau Szandra Péter für den Ablauf des Austausches verantwortlich.

 

Stadtbummel in Waiblingen, Spaziergang durch die netten Gassen mit den Fachwerkhäusern, Empfang beim Oberbürgermeister von Waiblingen, Schulbesuch, Besuch des Europa Parks, Deutschlands größten Vergnügungsparks, Ausflug nach Stuttgart, Besichtigung des Mercedes-Benz Museums und ein gemeinsamer Abschlussabend ? das alles gehörte zum diesjährigen Austauschprogramm. 

 

Diese Schülerbegegnung zwischen Waiblingen und Baja läuft seit 1990 und soll auch in der Zukunft weitergeführt werden, denn ein Schüleraustausch ist eine einmalige Chance im engen Kontakt zu Einheimischen ein fremdes Land und eine andere Kultur zu erleben. Bei diesen Fahrten haben die Schüler nicht nur die Möglichkeit, die deutsche Sprache im Zielland selbst zu üben, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und hautnah zu erleben, wie der Alltag eines deutschen Schülers ist, sondern die ungarischen Teilnehmer gewinnen durch diesen Austausch Einblick ins baden-württembergische Schulsystem und ins Leben einer deutschen Familie. 

 

Durch das Leben in einer Gastfamilie kann der Austauschschüler eine andere Kultur so intensiv kennen lernen, wie es kein Tourist jemals könnte. Ich denke, unsere SchülerInnen haben auch diesmal prägende Eindrücke gesammelt, die sie nie vergessen werden. 

 

Szandra Péter

Deutschlehrerin 

 
 

 

Freundschaften über Grenzen hinweg

 

 

Als ich in der neunten Klasse war, hat mein Klassenlehrer über das Austauschprogramm erzählt und es hat sofort mein Interesse erweckt. Unsere Schule hat eine Partnerschule in Waiblingen (Deutschland), das Staufer-Gymnasium und seit 26 Jahren findet dieser Austausch zwischen den zwei Schulen statt. Dieses Programm war so organisiert, dass die Deutschen vom 20. bis zum 30. September 2016 zuerst zu uns gekommen sind. Sie hatten zwei Begleitlehrer: Frau Angelika Mohilo und Herr Mark Wolf. 

Meine Austauschpartnerin hat mit mir im Internat gewohnt und so konnten wir viel Zeit zusammen verbringen. Die deutschen AustauschschülerInnen machten hier sehr viele Ausflüge: sie waren zum Beispiel in Ópusztaszer, in Fünfkirchen (mit uns), sie sind nach Pörböly gefahren und haben den Gemencer Wald besichtigt. Wir haben auch viele Programmpunkte zusammen gemacht. Wir sind zum Bowlingspielen gegangen, haben Pizza gegessen und unsere Lehrerinnen haben für uns ein gemeinsames Fußballspiel organisiert. Wir hatten einen emotionalen Abschiedsabend und bis zum Tag unseres Gegenbesuches, bis zum 8. Mai 2017, waren wir in ständigem Kontakt. 

Alle Ungarn haben sich sehr auf den 8. Mai gefreut. Unsere Reise hat mit einem Flug nach Stuttgart begonnen. Er war für uns sehr spannend, denn viele von uns sind bis jetzt noch nie geflogen. Ich bin auch das erste Mal geflogen. Von Stuttgart aus sind wir bis Waiblingen mit der S-Bahn gefahren und dort hat meine Austauschpartnerin auf mich gewartet. Wir haben uns sehr gefreut einander wiederzusehen. Am ersten Tag habe ich ihre Eltern und Gechwister kennen gelernt. Sie waren sehr nett zu mir und haben mich sehr herzlich aufgenommen. Für mich war interessant, dass sie nicht Hochdeutsch, sondern Schwäbisch sprechen und manchmal sogar sehr schnell, aber ich habe es soviel gehört, dass ich es später schon verstehen konnte. Wir haben von den Deutschen eine Fahrkarte bekommen und mit diesem Fahrschein konnten wir zur Schule oder von Waiblingen bis Stuttgart fahren. Wir waren mit unseren deutschen Partnern zusammen in Rust im Europa-Park, Deutschlands größtem Vergnügungspark. Für uns wurde ein Stadtrundgang in Waiblingen organisiert. Wir haben Stuttgart besucht und wir waren im Mercedes-Benz Museum. Ich war mit meiner Austauschparnerin im Schloss Lichtenstein, in einer Tropfsteinhöhle und auch im Ritter Sport Museum, wo wir Schokolade machen konnten. Am vorletzten Tag gab es ein Abschiedsessen, dort hatten wir viel Spaß zusammen. Aber am nächsten Tag hieß es dann leider Abschied zu nehmen.

Am 18. Mai sind wir nach Ungarn zurückgefahren. Am Waiblingener Bahnhof haben wir uns von unseren Gastgebern verabschiedet. Manche haben geweint (wie ich) und wir haben uns versprochen, dass wir uns unbedingt nochmal treffen müssen. Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass unsere Lehrerinnen Szandra Péter und Edina Füstös Schäffer uns sehr viel geholfen haben. Dieses Programm war für mich sehr nützlich, nicht nur weil ich meine Sprachkenntnisse erweitern konnte, sondern weil ich Deutschland besuchen konnte und eine sehr freundliche Austauschpartnerin hatte, die tatsächlich eine Freundin geworden ist.

Réka Dusnoki 10.B

 





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